IRSH: Young Intellecutals, Hope in Shkoder Nordalbanien
Aktives Netzwerk in Nordalbanien
die schwelle hat die albanische Organisation IRSH seit 1998 begleitet und gefördert. Im Jahr 1999, als durch den Krieg in Serbien / Kosovo, viele albanische Flüchtlinge aus dem Kosovo in die nordalbanische Stadt Shkoder kamen, hat die schwelle für die Aufnahme von drei Flüchtlingsfamilien ein Haus gekauft. Nach einigen Monaten konnten die Flüchtlinge zurückkehren. Das Haus wird seitdem als Büro- und Veranstaltungshaus von IRSH genutzt. IRSH steht für "Young Intellecutals, Hope" – und der Name ist Programm. Die Mitglieder von IRSH sind junge Menschen, überwiegend Studentinnen und Studenten, die die Hoffnung haben, etwas in der albanischen Gesellschaft und besonders in der Stadt Shkoder zu verändern.
IRSH arbeitet in Shkoder, ganz im Norden Albaniens. Eine sehr schöne, lebendige Stadt mit knapp über 100.000 Einwohnern, viel Leben auf den Straßen, viele Straßencafés, direkt am Shkoder-See – dem größten See auf dem Balkan. Neben dem riesigen See prägen mehrere Flüsse die Gegend rund um Shkoder. Die Buna entwässert den See und fließt zur Adria nach Süden. Von Südosten strömt der Drin heran und mündet später in die Buna, der Kir kurz davor in den Drin. Man sieht die Ausläufer der Albanischen Alpen und den Bergzug Tarabosh. Wasser und Berge soweit das Auge reicht...
Nach lang anhaltenden Regenfällen gab es 2010 zwei große und katastrophale Überschwemmungen, Anfang des Jahres und im Dezember. Besonders betraf dies das Ufergebiet des Shkoder-Sees, wo eine in Zelten lebende Volksgruppe wohnt, die in Albanien Balkan-Ägypter genannt wird. Unter großem persönlichen Einsatz und mit finanzieller Unterstützung der schwelle haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IRSH eine erste Nothilfe organisiert, um die Familien zu unterstützen, die im Hochwasser alles verloren haben. Nur wenige Monate später, im Dezember 2010 hat eine weitere Flutkatastrophe darüber hinaus auch große Teile der Stadt Shkoder unter Wasser gesetzt. Dadurch wurden noch mal mehr Menschen obdachlos, verloren ihre Lebensmittelvorräte und ihre ohnehin geringen Besitztümer. Auch da waren die IRSH-Mitglieder wieder aktiv in der Nothilfe dabei. Ein Spendenaufruf der schwelle ermöglichte, dass für viele Familien warme Kleidung und Decken gekauft werden konnte.
IRSH ist sehr vernetzt in der Stadt und kann schnell ehrenamtliche Hilfe organisieren und dort aktiv werden, wo Unterstützung am meisten gebraucht wird. Sie hat ca. 12 aktive ehrenamtliche Mitglieder, alles aktuelle oder ehemalige Studentinnen und Studenten, und ein weites Umfeld von Interessierten, die für bestimmte Projekte mit einspringen und unterstützen.
Im letzen Jahr hat IRSH zwei große internationale Jugendkonferenzen in Albanien organisiert, mit Teilnehmenden aus vielen europäischen Ländern. Ihnen ist wichtig, dass das kleine Land Albanien sichtbar in Europa wird und sie wollen gerne Botschafter sein, für ein anderes Albanienbild, als das, was sie über ausländische Medien mitbekommen. Sie machen Trainings und Seminare, Sportaktivitäten, unterstützen andere Initiativen bei Fundraising, bieten Bewerbungstrainings an und Hausaufgabenhilfen für Roma-Kinder.




