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RAND - Regionale Adresse für gewaltfreies Handeln / Zagreb / Kroatien

gewaltfrei anders - Straßenaktion von RAND

Vor 15 Jahren – noch während des Krieges auf dem Balkan – stellten sich Ana und Otto Raffai aus Zagreb die Frage: Was können wir für den Frieden tun? Sie machten beim Oekumenischen Dienst in Wethen eine Ausbildung in gewaltfreier Kon­fliktbearbeitung und begannen mit Trainings und Seminaren in Kroa­tien. Später gründeten sie gemein­sam mit Mihael Secen den Verein RAND – Regionale Adresse für ge­­walt­freies Handeln. Im Verein en­ga­gieren sich Lehrer und Lehrerinnen, Journalisten, Mit­glie­­der von Gewerk­schaften, Kriegs­­vete­ranen, Studenten und Studen­tin­nen aus Kroatien, Bos­nien, Ma­ze­donien und Serbien. Ihre Vision ist eine versöhnte Gesellschaft.

Ein Schwerpunkt von RAND sind Trainings, in denen die Teilnehmenden durch Vermittlung von Wissen und durch Selbsterfahrung lernen, "wie man Frieden gestaltet". Da die Teilnehmenden aus multiethnischen und multireligiösen Zusammenhängen kommen, stellte sich für die Mitglieder von RAND die Frage, welche Bedeutung den Gläubigen für die Versöhnung zwischen den verfeindeten Volksgruppen in der Region zukommt. So wurde interreligiöse Arbeit ein zweiter Schwerpunkt von RAND. Gemeinsam mit Gläubigen aus islamischen und christlichen (katholischen, orthodoxen, prototestantischen) Glaubensgemeinschaften baute RAND das "Netz der Gläubigen für den Frieden" auf. Das Netz organisiert interreligiöse Friedenskonferenzen unter dem Titel "Indem wir den Frieden bauen, loben wir Gott" und lädt dazu Menschen aus der Region und aus Westeuropa ein. Darüber hinaus veranstaltet RAND interreligiöse Begegnungen, in denen die Vermittlung von gewaltfreier Kommunikation mit dem interreligiösen Dialog verknüpft wird.

Mihael Secen im Gespräch in einem Training zu gewaltfreiem Handeln.

RAND braucht für seine vielfältigen Aufga­ben, die Trainings und Konferenzen und für die Existenzsiche­rung von Ana, Otto und Mihael und ihren Fa­mi­lien finanzielle Unter­stützung. Da RAND mit seiner Friedens- und Versöh­nungs­arbeit der schwelle nahe steht, haben der Vorstand und Beirat der Stiftung 2009 beschlossen, RAND lang­fristig zu fördern. Diese Förderung ge­schieht im Zusam­men­­wirken mit dem Oeku­me­ni­schen Dienst, der den Verein inhaltlich beglei­tet.

Den aktuellen Rundbrief von RAND auf deutsch können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.

Für weitere Informationen: www.rand.hr

Heike Mahlke